CONNECTING TO YOUR INNER WORLD. ÜBER WERTE & AUTHENTIZITÄT IM MUTTERSEIN

5 Schritte in ein MutterSein, das dir und deinen Werten wirklich entsPRICHT


Dein MutterSein nachhaltig genau so gestalten, dass es deinen Werten wirklich entspricht. Klingt fast ein wenig utopisch, oder? Zumindest hätte ich es vor ein paar Jahren so wahrgenommen. Ich hätte den Titel gelesen und wahrscheinlich weitergeblättert – weil ich nicht daran geglaubt hätte, jemals eine Mutterschaft leben zu können, die sich wirklich gut und richtig anfühlt. Zwar habe ich mich durch Tonnen einschlägiger Literatur zu Bindungstheorien, Entwicklungspsychologie und Achtsamer Kommunikation geforstet und unzählige Methoden und Tools selbst ausprobiert. Und obwohl mir das sehr geholfen hat, kleine Problemchen in meinem Familienalltag zu beseitigen, hat mir der echte Durchbruch jahrelang gefehlt. Wenn ich heute auf diese Zeit zurückblicke und mich frage, wie es damals dazu kommen konnte, dass ich mich häufig fühlte, als wäre ich die schlechteste Mutter der Welt, komme ich immer wieder zu einer Kernfrage: Wie schaffe ich es, eine wirklich gute Mutter zu sein?






MutterSein von außen nach innen

Was denkst du? Bist du eine gute Mutter? Woher weißt du das? Und woran bemisst du „gut“?
  • Daran, wie oft oder intensiv du mit deinem Kind spielst?

  • Daran, wie gesund und lecker euer Abendessen ist?

  • Daran, wie lang du dein Kind in den Schlaf begleitest?

  • Oder daran, dass du gestern wegen einer Kleinigkeit ausgeflippt bist?

  • Vielleicht auch daran, dass du dein Kind viel zu lang vor die Glotze gesetzt hast?

Für mich waren besonders die Ideen der bindungs- und bedürfnisorientierten Szene anfangs definitiv eine heilige Kuh. Ich habe gelernt, verstanden, umgesetzt … und bin dann gnadenlos daran gescheitert. Und je mehr Mühe ich mir gab, dem Ideal der „guten“ - weil bedürfnisorientierten Mutter - zu entsprechen, desto weniger konnte ich es umsetzen und desto mehr war ich gefangen in destruktiven Reaktionsmustern und einer vorwurfsvollen Haltung mir selbst und anderen gegenüber.


Mittlerweile habe ich erkannt, warum ich immer und immer wieder gescheitert bin: ich habe versucht in eine Schablone zu passen. Dem Bild der „guten“ Mutter aus Sicht bestimmter Erziehungstrends zu entsprechen. Die Dinge zu tun, wie sie aktuell gut und richtig scheinen – wie sie moderne Mütter der heutigen Zeit eben tun.

Ich habe fälschlicherweise versucht, mein MutterSein einem äußeren Ideal - einem theoretischen Modell - anzupassen.



MutterSein von innen nach außen


Möchtest du dein MutterSein wirklich GESTALTEN? Oder möchtest du irgendein Copy-Paste, das zwar in der Theorie grandios aussieht, am Ende aber doch in deinem Alltag irgendwie nicht so ganz stimmig passt?


Ich glaube, wenn wir unser Leben und unser MutterSein so gestalten möchten, wie es uns und unseren Werten wirklich entspricht, dann müssen wir weg vom Tun im Außen. Wir müssen weg von Erfolgskriterien, die uns und unser MutterSein lediglich daran messen, wie wir unsere Aufgaben bewältigen oder uns dem Kind gegenüber verhalten. Und müssen einige Ideen, Ansprüche und Vorstellungen über das MutterSein selbst aufgeben – so cool und modern diese im Außen auch wirken mögen.


Stattdessen dürfen wir hin zum Spüren im Innen. Denn nur in unserem inneren Raum – unserer inneren Welt – finden wir die Antworten auf die Fragen, wer wir wirklich sind, was für uns wirklich von Bedeutung ist und wie unser Weg als Mama und Mensch aussehen könnte.


Erst wenn wir diese Antworten haben, können wir unser MutterSein so gestalten, dass es uns und unseren Werten wirklich entspricht.


Wie du ein MutterSein gestaltest, das dir und deinen Werten wirklich entspricht


Ich erlebe im Alltag und besonders in Konflikten immer wieder sehr deutlich, wie kraftvoll, heilsam und lebendig mein MutterSein wird, wenn ich liebevoll mit mir verbunden bin.


Meine heilige Kuh hat sich in einen heiligen Raum verwandelt: sie liegt nicht mehr im Außen als Fachliteratur auf meinen Nachttisch, sondern direkt in meinem Inneren. Und ich erlaube mir, meine Antworten und meinen ganz individuellen Weg als Mutter genau dort zu finden. Jeden Tag neu.

Verbinde dich mit dir selbst und deiner inneren Welt! Bewusst und entschieden. Und zwar möglichst jeden einzelnen Tag. Nimm dir Zeit für bedingungslose Selbstanbindung – egal, ob die Schmutzwäsche zum Himmel schreit. Denn die Qualität deines MutterSeins bemisst sich nicht daran, wie sauber und aufgeräumt deine Bude ist. Sie bemisst sich daran, wie gut sich dieses MutterSein für dich und dein Kind im Herzen anfühlt!


 

ACHTSAMKEITSPRAXIS "SELBSTANBINDUNG"

Leg jetzt los, hier findest du die 5 Schritte für deine Selbstanbindungs-Routine.




1.) Finde den Zugang zu deinem Innenraum.

Wie kannst du dich am besten mit dir selbst verbinden? Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, deinen inneren Raum zu öffnen und bewusst und liebevoll zu erforschen: Sitz- oder Gehmeditation, Atemarbeit, Tanzen, Malen, Schütteln... Nimm dir jeden Tag ein klein wenig Zeit um dich auszuprobieren: deine innere Welt zeigt sich meist dadurch, dass dein Körper weicher wird und du spürst, wie die Energie beginnt zu fließen. Manchmal langsam und sanft – manchmal stürmisch und wild. Finde die Ausdrucksform, die am besten zu dir passt.



2.) Begegne deinem Innenraum neugierig und unvoreingenommen.

Hast du den passenden Zugang gefunden? Versuche, für die Zeit deiner Selbstanbindung deine Gedanken möglichst beiseite zu schieben. Lass alle Vorstellungen darüber los, wie das, was du gerade tust, ablaufen oder sich anfühlen sollte und gehe stattdessen mit dem Fluß deiner momentanen Energie. Vertraue deinem Körper, vertraue deiner inneren Welt. Sie wird dir aufzeigen, was gerade wirklich wichtig ist für dich.



3.) Nimm die Qualitäten deines inneren Raumes möglichst urteilsfrei wahr.

Spürst du, wie sich dein Innenraum beginnt zu öffnen? Dann geh jetzt ins Fühlen: fühle die verschiedenen Qualitäten deiner körperlichen Empfindungen, deiner Gefühle und Impulse. Gibt es Konsistenzen, Temperaturen, Enge oder Weite, die du körperlich wahrnehmen kannst? Versuche in der körperlichen Energie zu bleiben, sie wirklich bewusst wahrzunehmen und diesen Raum zu halten, in dem sich deine innere Welt gerade entfaltet.



4.) Erforsche auch die unangenehmen Wahrnehmungen.

Wie fühlt sich Trauer, Wut oder Hilflosigkeit etc. im Körper konkret an? Wo fühlst du sie? Wenn du unangenehme oder schwierige Empfindungen und Gefühle wahrnimmst, bleibe im Spüren und beobachte aufmerksam weiter, was in und mit passiert. Wahrscheinlich wirst du spüren, wie sich die Energie der Gefühle entwickelt, während du sie beobachtest – vielleicht verändert sich die Intensität und vielleicht auch der Ort, an dem du sie im Körper wahrnimmst. Bleibe dabei, solange du den Raum gut halten kannst und nicht überwältigt wirst.



5.) Sorge liebevoll für deine innere Welt.

Was brauchst du jetzt? Möglicherweise hattest du eine wunderbare Erfahrung. Vielleicht war es aber auch irgendwie anstrengend in diesen direkten und innigen Kontakt mit dir selbst zu kommen. Tue dir abschließend etwas Gutes, das den Prozess für dich abrundet. Das kann tatsächlich dann auch mal der berühmte Tee sein oder ein paar tiefe und lange Atemzüge. Teste dich aus, du wirst deine Variante finden, versprochen!


 

DIE PodcastFOLGE FÜR EIN MUTTERSEIN, DAS DIR UND DEINEN WERTEN WIRKLICH ENTSPRICHT

Höre dir unbedingt auch die passende Podcastfolge CONNECTING TO YOUR INNER WORLD.





 

Mein Name ist Constance Grunewald-Petschke. Ich bin 44 Jahre alt, ursprünglich Sprach- und Kulturwissenschaftlerin, inzwischen hauptberuflich Achtsamkeits- und Meditationslehrerin, Yoga-Junkie, Abenteurerin und seit 2015 Mutter zweier überaus lebendiger junger Menschen. Mit diesem Blog möchte ich die Herausforderungen von uns Müttern im Familienalltag neu denken. Ich will Ideen und Konzepte über das MutterSein hinterfragen, wachrütteln und ermächtigen. Wenn du mehr über INTEGRATIVE ACHTSAMKEIT IM FAMILIENALLTAG erfahren möchtest, registriere dich hier mit deiner Emailadresse. Dann bekommst du regelmäßige Impulse direkt in deine Mailbox. Folge mir gerne auch auf Instagram, da gibt’s zwischendurch weitere praktische Tools für ein bewusstes, authentisches MutterSein.


Ich freu mich auf dich!

Deine Constance 🧘🏻‍♀️🌻